Die Sprache des Herzens

Kinder & Jugendliche von heute denken und fühlen anders als Erwachsene.

Sie sind sehr sensibel und sensitiv und benötigen ein großes Maß an Zuwendung, Liebe, Aufmerksamkeit, Unterstützung und Verständnis.

Kinder & Jugendliche von heute wissen genau was sie wollen. Sie lehnen Autoritäten ab und können es nicht ausstehen von oben herab behandelt zu werden. Sie mögen es nicht, Tätigkeiten vorgeschrieben zu bekommen, sondern bevorzugen kreatives Gestalten. Sie kennen oft die bessere Lösung und werden daher von anderen als Rebellen angesehen. Sie wirken manchmal asozial und fühlen sich oft missverstanden. Sie brauchen weniger Schlaf und wirken oft hyperaktiv.

Die Welt unserer Kinder ist laut, grell und schnell. Die Orientierung der Kinder ist nach außen gerichtet und sie entfernen sich immer mehr von sich selbst. Um den Ansprüchen und Erwartungen der Eltern und anderen Erwachsenen zu entsprechen, gehen Spielfähigkeit und Spontanität unserer Kinder immer öfter verloren.

Das MalSpiel als Geschenk an unsere Kinder der heutigen Zeit!

Der MalOrt als Ort der Geborgenheit und des Rückhaltes! Ein Ort des Schutzes vor Belehrungen, Bewertungen, Deutungen oder gar Interpretationen. Dort wo natürliche Spontanität statt finden darf, ist eine individuelle Entwicklung zum entsprechenden Zeitpunkt möglich.





Sonntag, 6. Dezember 2009

Keine Mütter in Sicht!

Es stimmt mich sehr traurig zu sehen, wenn Mütter, manchmal Väter, ihre Kinder im Kinderwagen stumm und abgeschirmt, vor sich her schieben. Die Kinder schauen gelangweilt, manchmal apathisch in die Gegend. Sogar ganz kleine, erst ein paar Tage alte Babys, liegen in den Kinder-wägen, nichts ahnend was mit ihnen passiert, weil keine Mutter weit und breit in Sicht ist. Wie auch. Es ist anscheinend aktuell, Kinderwägen mit Blick in Fahrtrichtung zu wählen. Bei diesen traurigen Hilfsmitteln ist es unmöglich, sein Lächeln seines Kindes zu sehen und wahrzunehmen. Es ist nicht möglich mit ihm Kontakt zu halten und es ist nicht möglich es zu beobachten, wie es seine Umwelt erforscht und wie es auf bestimmte Dinge in seiner Umgebung reagiert. Ich frage mich als Mutter eines 10jährigen Buben, wollen denn diese Mütter ihre Kinder nicht sehen? Wollen sie nicht wissen, wie es ihrem Kind im Moment geht, ob es von der Sonne geblendet wird, ob die Haube ins Gesicht gerutscht ist?


Das ist das eine. Und wie geht es diesen Kindern , die ihre Mütter nicht sehen und ihre Stimme nicht hören können? Könnte es sein, dass sich diese Kinder allein gelassen fühlen? Wie sicher und geborgen können sich diese Babys wohl fühlen?Was glauben Sie, liebe Leser und Leserinnen?

Die kleinen Wesen erleben Stress und ihre Aufmerksamkeit ist ganz nach außen gerichtet, anstatt sich ganz sich selbst hingeben zu können und einfach sein zu dürfen.

Findet dieser Mangel an Sicherheit und Geborgenheit statt, ist dieser nie wieder aufzuholen.

Ich liebe es heute noch, meinen Sohn zu beobachten und in seinem zarten, feinen Gesicht zu lesen. Es rührt mich immer wieder zu Tränen und fühle Dankbarkeit, Mutter dieses wundervollen Wesens sein zu dürfen. Ich weiß schon, ich soll nicht von mir auf andere schließen. Doch erlauben Sie mir, dass ich es nicht nachvollziehen kann, dass andere Mütter dieses Verlangen nicht verspüren. Weiters stelle ich mir die Frage, woran das liegen könnte. Wo bleibt der Mutterinstinkt? Ist er in dieser lauten und hektischen Welt verloren gegangen? Haben wir verlernt nach unseren Gefühlen zu handeln? Haben wir überhaupt noch Gefühle?

Sollten Sie sich, liebe Eltern, dennoch für einen Kinderwagen entscheiden, kein Problem, dann empfehle ich ein Modell, wo Sie und Ihr Kind Blickkontakt halten und so mit Ihrem Liebling kommunizieren können.

Glückliche und zufriedene Babys sind, ich nenne sie die „Tragetuchbabys“.

Dass sie sich rund um wohl fühlen, können Sie in ihren Gesichtern leicht ablesen. Entweder sie schlafen selig oder sie beobachten interessiert, sicher gehalten, was sich um sie abspielt. Liebevoll können ihre Köpfchen gehalten und ihre Füsschen berührt werden. Und noch etwas kommt hier zum Tragen: Hier fließt die Energie der Liebe. Hier findet Nähe und das Gefühl von beschützt sein statt! Das Kind kann die vertraute Stimme hören, sowie den Herzschlag der Mutter wahrnehmen, den es schon aus der Zeit im Bauch kennt.

Tragen Sie Ihr Baby Bauch an Bauch, so sind die Energiezentren geschützt.

Befinden Sie sich in der Natur, dann können Sie Ihr Baby schon mal mit seinem Bauch nach vorne binden. Das Tragetuch hat gegenüber Tragehilfen den Vorteil, dass es dem Körper des Kindes angepasst und es bis zum 3. Lebensjahr benützt werden kann. Idealerweise binden Sie das Tragetuch in den ersten drei Monaten so, dass Sie Ihr Baby waagrecht tragen können, das entlastet die Wirbelsäule. Nach den drei Monaten tragen Sie Ihr Baby, wie es im Bild gezeigt wird.

Die Verkäuferin in den Fachgeschäften, zeigt Ihnen bestimmt gerne wie das Binden des Tragetuches geht.

Es ist so viel einfacher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, als sich mit einem Kinderwagen in eine Straßenbahn oder U-Bahn zu bemühen. Die größeren Einkäufe soll der Herr des Hauses erledigen.

Kinder, die die Nähe zur Mutter nicht erleben dürfen, verlieren das Urvertrauen. Menschen mit wenig oder gar keinem Urvertrauen sind wesentlich ängstlicher und daher leichter manipulierbar.

Weiters unterscheiden sich getragende Babys von denen, die im Kinderwagen gefahren werden durch besondere Geschicklichkeit, Balancefähigkeit und Rhythmusgefühl.


Wenn Sie Ihr Baby in Händen halten oder im Tragetuch tragen, seien Sie sich bewusst, dass Sie einen ganz besonderen Schatz in Ihren Händen halten. Genießen Sie diese Zeit so lange und gut Sie können!

Dies wünscht Ihnen von ganzem Herzen,

Ihre Silvia Majka.



Buchempfehlung: Auf der Such nach dem verlorenen Glück

Die Kinder, die die Nähe ihrer Mütter zu wenig erleben dürfen, deren Urvertrauen wird nicht gestärkt, bzw. kann nicht gefördert werden.

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